Samstag, 4. November 2017

Outlander -Tour zu Fuß durch Edinburgh mit Mercant Tours

Durch puren Zufall bin ich via Internet bei Get Your Guide   auf die Outlander-Tour (Kostet umgerechnet 16,03€) durch Edinburghs Old Town gestoßen. Ich dachte ja immer, ich kenne bereits alle Drehort der Serie in Edinburgh. Tja, was soll ich sagen, unser weiblicher Tour-Guide Fred wusste noch viel mehr.
Geschickt hat sie die Geschichte der Stadt mit Diana Gabaldons Romanen und deren Verfilmung als  Serie verknüpft. Wobei Sie beides von einander trennte und mit Fotos der Serie, sowie Textstellen aus den Büchern gekonnt unterstrich.
Dabei kam Geschichtliches nicht zu kurz, wurde aber auch nie zu viel.
Begonnen hat die Tour wie alle Mercant Touren am Marcet Cross, dem Marktplatz, welcher auch heute noch bei wichtigen Nachrichten der Regierung genutzt wird und zwar exakt 3 Tage später als in London.
Nicht weil die Schotten langsamer sind, sondern weil man zur damaligen Zeit genau 3 Tage von London bis Edinburgh zu Pferd brauchte und wie Fred so schön sagte: "Wir Schotten lieben Traditionen!"
Zu Jamies Zeit hätte man hier die Neuigkeiten erfahren und Claire wäre ebenfalls zum Marcet Cross gekommen um einen Führer zu bekommen, der sie zur richtigen Stelle gebracht hätte. Stadtkarten und der Gleichen gab es ja noch nicht. 
Über den Parliament Square an der St. Giles Church vorbei, wurden wir auf die georgiranische Fassade des Parlaments aufmerksam gemacht, dass man nämlich Besichtigen kann (tgl. 10.00-16.00 Uhr), die Fassade versteckt wundervolle Bleiglas Fenster und einen wirklich sehenswerten Saal. Biegt man von der Royal Mile, auf  die kann man rechterhand die Bleiglas Fenster sehen und zwar da wo man bemerkt das man sich auf einer Brücke befindet. Etwas das ich wahnsinnig spannend finde. Es ist einem ja nicht richtig Bewusst das Edinburgh aus unzähligen Brücken besteht, die man meistens nicht bemerkt und die ewig lang sind. Direkt in den Parkplätzen des Parlament Square befindet sich Übrigens ein Grab mit einer winzigen Gedenkplatte, nämlich das vom Prediger John Knox der zu Lebzeiten in der St.Giles Cathedral gepredigt hatte.   
Wir sind direkt am Parlament Square hinter dem Marcet Cross die Treppen hinunter und die Old Fishmarket Close zurück, um wieder zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen, dem Parlament Square. Dort haben wir uns die Fassade ungefähr auf Höhe der WS Society angesehen, die ganz kurz in der Serie eingeblendet war, als Roger und Brianna die Schiffsdokumente gesichtet haben. Von dort aus ging es zum Heart Of Midlothian Mosaic, es kennzeichnet den Standort des alten Tolbooth Gefängnisses, dessen Umrisse man ebenfalls sehen kann (die Eckpunkte sind mit goldenen Steinen  im boden eingelassen). Noch heute Spucken die Schotten auf das Herz, was ebenfalls eine alte Tradition ist und auf die Zeit zurück geht in der so viele Unschuldige in Tolbooth inhaftiert waren.

Weiter die Royal Mile hinab traten wir in die Advocates Close, die auch für ihren schönen Blick hinab in die New Town bekannt ist.

Dort machte Fred uns auf die Auster-Muscheln-Schalen über den Türstürzen aufmerksam. Austern waren damals ein arme Leute essen in Edinburgh und die Schalen wurden sehr oft in den Mauern verwendet. Warum das so war? Nun, es war ein mächtiger Schutz gegen Hexenzauber & Magie. Hexen konnten, so der damalige Glaube, nicht über Wasser gehen/schwimmen. De facto konnten diese so das Haus nicht betreten. Weiter ging es zur Anchore Close, in der es zu Jamies Zeiten tatsächlich einen Printer gab, die Close hatte ihren Namen aber von der Taverne die damals ebenfalls in dieser Close war. Die nächste Close (ich bin mir nicht wirklich sicher ob es auch diese war. ) war eine riesen Überraschung in der New Assemibly Close, wurden nämlich die kompletten Markt Szenen gedreht. Wenn es , so hoffe ich, die richtige Close ist , sie liegt jedenfalls wenn ihr die Royal Mile Richtung Castle geht auf der Linkenseite, ziemlich unscheinbar, zwischen Starbucks & Subway. Es ist eine Sackgasse, die direkt auf einen altes Bankgebäude zu führt. Rechterhand habt ihr noch Teile des Floodenwall und linkerhand ist in einem der Fenster ein Kran zu sehen. Wenn das nicht der Fall ist, geht die Closes auf der Seite ab, bis ihr eine mit diesen Merkmalen findet. Gebt mir gerne Bescheid.
Closes tragen den Namen da man diese abschließen konnte. Wynds hingegen konnte man nicht abschließen die hatten oft Nachtwächter.  
Auf der rechten Seite, wir bewegen uns jetzt Richtung Holyroad House, ist direkt vor dem John Knox House einer der Wellhead (Brunnen) zu bewundern, der auf beiden Seiten seltsame Dellen im Stein hat, diese sind durch Hexerei entstanden. An diesem Wellhead holten die Armen ihr Wasser, da dieser nahe der Stadtmauer war. Zu dieser Zeit waren alle Linkshänder automatisch Hexen/Hexer, also wollte man sich beim Wasserpumpen nicht erwischen lassen. Da man aber als Linkshänder in der Rechtenhand weniger Kraft zum Wasserpumpen hatte, nutzte man beide Arme und stellte den Eimer, den man dann ja nicht mehr festhalten konnte, auf das am Brunnen abgestützte linke Bein und das müssen ziemlich viele Menschen getan haben. Keine Ahnung ob es der Wahrheit entspricht, so wurde es uns wenigstens erklärt.


Im Buch hält Claire hier um Wasser zu schöpfen. Direkt vor uns steht jetzt eines der ältesten Häuser Edinburghs das John Knox House in dem auch das StorytellingCenter untergebracht ist. John Knox soll niemals in diesem Haus gelebt haben, auch wenn seine Einrichtung in dieses gebracht wurde. Da er in der St. Giles Cathedral gepredigt hat, wird er auch unmittelbar in deren Nähe gelebt haben. Aber das John Knox House sollte den Modernisierungen der Stadt zum Opfer fallen und das haben findige Bürger verhindert, in dem sie das Gerücht streuten John Knox hätte in diesem Haus gelebt.
Wie war das noch gleich: "Wir Schotten lieben unsere Tradition!"
Ein Stück weiter die Royal Mile hinab, sehen wir rechts natürlich einen der ältesten Pubs in Edinburgh The Worlds End, dieser Name rührt da her, das hier wirklich die Welt für Edinburgh endete, den hier stand die Stadtmauer, auf dem Boden erkennen wir die Eckkanten der Stadttor-Türme, im Pub finden sich im Barbereich einige Zeichnungen dazu. Ich persönlich liebe The Worlds End, es gibt tolles Essen mit normalen Preisen und eine riesige Whisky Auswahl. Allerdings sollte man einen Platz vorbuchen, sonst bekommt man vermutlich keinen! 


 Ein ganzes Stück weiter sehen wir auf der linken Seite Tolbooth Tavern mit seinem hübschen Uhrenturm. Wenn ihr davor steht und rechts am Uhrenturm die Wand entlang blickt könnt ihr jede Menge Austern im Mauerwerk sehen.

Auf der rechten Seite kommt die Bakehouse Close, wo der Printshop von Jamie gedreht wurde und einige Strassenszenen. Steht man vor der gewissen Treppe und dreht sich zur Mauer um, seht ihr den Durchgang zu einem Innenhof, in jener Mauer. Dort wurden die Szenen zu einem gewissen Etablissement von Madam Jeanne gedreht. 
Zurück auf der Royal Mile begeben wir uns auf die Linkeseite und wagen einen Blick in die bezaubernden Gärten von Dunbar's Close, bevor wir ein Stück weiter zur Whithorse Close mit ihren tollen Tudor-Häusern gehen. 

Im Buch steigt Claire genau hier aus ihrer Kutsche, so wie alle dies in Jamies Jahrhundert getan hätten. Denn hier waren die Stallungen und die Kutschen untergebracht.

Zitat Buch:"Schließlich rollte die Kutsche in den Hof hinter Boyd's Whithorse, am Ende der Royal Mile..."

Die Führung endete direkt vor dem Holyroad House, das immer einen Besuch wert ist. Wir haben Freds Empfehlung befolgt und waren im Holyroad Glashouse, einem Gewächshaus. Dort findet ihr leckeren Tee, Scones und unbeschreiblich göttliche Pumpkin Cinemone Muffins.
Ich würde diese Führung jeder Zeit wiederholen, so schön und wissenswert war sie.
Eure Pia 
                                  
PS: 
-Die Tour könnt Ihr über Get Your Guide  buchen. Oder direkt bei Mercat Tours, deren Ghost Tours in die Southstreet Vaults kann ich Euch auch nur wärmstens empfehlen! 
-Kosten ca. 16,03€ je nach dem wie der Wechselkurs gerade liegt. 
-Dauer ca. 2 Stunden. Gutes Schuhwerk sei empfohlen - wie eigentlich überall in Schottland, da Kopfsteinpflaster und Unebenheiten gang und gebe sind- man sollte also nicht gerade Fußkrank sein. Was aber nicht heißt, dass man gehetzt wird! 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Von Autoren-Stress, Whisky & Outlander-Fanmily-Treffen



Es gibt mich noch, auch wenn Ihr wie ich zugeben muss, gerade wenig auf diesem Blog von mir hört. *AscheAufMeinHaupt*
Tatsächlich liegt es einfach daran, dass meine Tage zu wenig Stunden haben, für all die Jobs die ich ausübe.
Ich bin ja nicht nur Autorin, sondern auch Mutter (also quasi; Krankenschwester, Streitschlichter, Taxi, Köchin, Putzfrau, Kummerkasten usw… die Mütter unter euch wissen von was ich schreibe!), Ehefrau, Tochter, Freundin, Dosenöffner für unseren Hund und ich habe einen Brötchenjob im Einzelhandel.
Außerdem muss es für Außenstehende zwangsläufig so aussehen, als würde ich nur noch auf Facebook/ Twitter und Co rumhängen.
Da aber meine komplette Werbung über Sozialmedia läuft und gerade mein neustes Buchbaby „Schattenkrieger- Hüter des Steinerne Tors“ erschienen ist, kommen so viele Bestellungen über Facebook rein, dass ich nicht mehr dort rauskomme. Ständig macht es „Pling“.
  
Es passiert im Augenblick so wahnsinnig viel bei mir, dass ich gar nicht weiß,
 wo ich anfangen soll zu Berichten.
Am besten vielleicht eines nach dem anderen!
Bereits zum dritten Mal war ich am 16. September  auf der Whiskyfair Kerken Niederrhein mit meinem Büchertisch eingeladen und wie die zwei Male zuvor, war es einfach nur schön, ein Teil dieser liebevollen, familiären Whiskymesse der Whiskybotschaft zu sein. Ich bereue es wirklich, nicht in der Nähe von Michaela & Tim Tünnermann und deren zauberhaften Whiskybotschaft zu wohnen. Es ist einfach so toll dort.
Ich durfte sehr viele bekannte Gesichter begrüßen und nette Gespräche mit meinen Lesern und Outlander-Freundinnen führen. 2018 ist bereits ganz dick in meinem Kalender eingetragen!  
  
Vom 6. Oktober bis 8.Oktober 2017 fand dann das zweite, langersehnte Fanmily-Treffen von Outlander Deutschland auf Schloss Buchenau statt.
Ich hatte mich sehr darauf gefreut, wenn gleich es mich auch traurig gemacht hat, dass einige liebgewonnene Gesichter nicht teilnehmen konnten und eines davon uns nur noch im Herzen begleiten darf.
Seltsam wie man sich so nahe sein kann, obwohl man sich eigentlich nur über Social-Media schreibt und die gleichen Interessen – Diana Gabaldon, Outlander & Schottland – teilt.
In meinem Fall war Übrigens erst die Liebe zu Schottland und dann zu Diana Gabaldons Büchern da. Vielleicht mag ich deshalb auch die Lord John Bücher sehr gerne. Dennoch war die Stimmung ausgelassen und Sandy fand einwandfrei zu mir. Wir durften dann beide zu meiner  lieben Tina ins Auto steigen – die ja quasi meine Assistentin ist – und die dank jahrelanger Tetris-Erfahrungen meine ganzen Bücherkisten und den Whisky fürs Tasting in ihrem Auto untergebracht hat. Auf dem Weg nach Buchenau haben wir dann noch Doris eingeladen. Zu viel Outlander & Schottland im Kopf - vermutlich waren wir in Gedanken bei den Kelpies – nutzten wir dank undeutlichem Navi, erst beim dritten Anlauf die richtige Abfahrt.
Was der Stimmung keinen Abbruch tat. (Ich kam nur ganz knapp um eine Autolesung rum und das Lesungs-Shortbread musste ich quasi fast mit meinem Leben verteidigen *Zwinker*). 

Es war so schön all die lieben Gesichter wieder zu sehen, wobei die Namensschilder natürlich beim Namen behalten sehr geholfen haben. Bei mir stieg dann die Aufregung ins unermessliche. Immerhin tat ich zum ersten Mal etwas, was ich noch NIE getan hatte. Ich lass aus einem unfertigen Manuskript, nämlich aus dem 3. Mann im Kilt „Der ganz normale Wahnsinn Mann im Kilt“, da ich ja aus dem „Schattenkrieger –Hüter des Steinerne Tors“ vor dem 14. Oktober 2017, dem

 Weltpremiere-Tag des „St. Kilda Listen to The Wind Song Projekt“, nichts preisgeben durfte. Was im Übrigen sehr schwer ist, wenn man Überraschungen nicht mag und in solchen Dingen sehr Ungeduldig ist, so wie ich. 

Ich hatte wirklich ziemlich Panik. Immerhin hatte ich in diesem Buch eine meiner Outlander-Freundinnen eine Rolle gewonnen und ich hatte sehr viele Ideen meiner Outlander-Deutschland-Familie eingearbeitet. Tatsächlich musste ich mich hinter meinen Manuskriptblättern verschanzen, da ich sonst vor Lachen selbst nicht lesen hätte können. 

Die Kommentare und das lauthalse Lachen meiner Zuhörer beruhigte mich schließlich sehr.
Zu später Stunde belegten Tina und ich das Vierbett-Zimmer in der ersten Nacht alleine.
Der nächste Tag bot noch mehr Anreisende, einen florierenden Buchverkauf. 


Investitionen bei meinem Lieblingsstand von der lieben Oatcake besser bekannt als Esther Bee und zauberhafte Lesezeichen für Verlosungen bei Kim & Andrea. Wir lernten gälisch Singen bei Michael Klevenhaus 

– ich ärgere mich immer noch, dass ich mein Buch „Reise Know How – Kauderwelsch Schottisch-Gälisch“ nicht dabei hatte um es signieren zu lassen. Das Buch ist empfehlenswert. Seither habe ich einen Ohrwurm. Wobei ich mitten im Kurs zum Haareflechten bei Gwenlyns Haarflechterey weiter durfte und ein Kunstwerk an Haaren verpasst bekam, während im Hintergrund meine Lieblingsharfen-Lieder zum Besten gegeben wurden.
 Und dann ja dann, habe ich aus dem Bauch heraus mein Vorzeige-Exemplar von „Schattenkrieger- Hüter des Steinernen Tors“ unserer Versteigerung gespendet. Denn wie im Jahr zuvor auch, gab es eine Versteigerung zu Gunsten der Brustkrebs-Hilfe und einen Nachbarschafts Projekt in einer schwierigen Gegend ( Kronprinzenviertel.e.V) in Krefeld welches Bärbel, Barbara Schnell, sehr am Herzen liegt. Alle haben wir uns beim Ersteigern der tollen Dinge, die immer etwas mit Outlander oder Schottland zu tun hatten, sehr ins Zeug gelegt. Ich bin noch immer völlig von den Socken das mein gespendetes Buch für über 50,-€ über den Auktions-Tisch ging. Zwischen durch gab es leckeres Essen, Scones & Shortbread von Memis-Mama liebevoll in großer Menge gebacken, tolle Gespräche und schöne Fotos die Matthias unser Starfotograf geknipst hat. 

Das dies Jährige Whiskytasting sorgte dafür, dass doch einige die von mir Vorgeschlagenen Whiskys zu Hause gleich nachkauften. Unterstützt wurde ich dabei natürlich von den weltbesten Assistenten Tina & Bernd letzterer auch bekannt als Schatzi. 


 Außerdem durfte ich das Whiskytasting für Barbara Schnells Lesung von Herself - Diana Gabaldon – geben, den Herself hat uns einmal mehr mit einem unveröffentlichten Kapitel von Claire & Jamie überrascht, das Bärbel extra schnell für uns Übersetzt hat. *Wie COOL ist das denn!?*

So bestens gelaunt, hatten die wenigsten Probleme dabei zu den Kommandos und Tänzen der „Liam Smith Ceilidh Band“ das Bein zu schwingen.
Nach so viel Spaß, wurde es dann ernst und sehr traurig, als wir die wunderschöne Idee unserer Admins in die Tat umsetzten und unsere Ale – Alejandra mit einem Fackellauf um den Schlosshof, laut den „Skye Boot Song“ singend verabschiedeten. 

Weinend lagen sich so manche von uns in den Armen, ein Gänsehaut-Moment.
Vielleicht auch wegen Ale war es nahezu eine Pflicht erneut unter dem Tisch zu landen, wenn der auch dieses Jahr etwas kleiner ausfiel. 

Das Vierbett-Zimmer bekam reizenden zu wachs von Geschwistern, die wir hoffentlich nicht geweckt hatten.   
Dem entsprechend verkatert viel der nächste Morgen aus und erneut mussten einige sich die Tränen verkneifen beim Abschied.
Immer wieder beeindruckt es mich schwer, was Bücher und die Verfilmung einer Serie zustande bringt. Diana Gabaldon und Ronald D Moor haben es geschafft ganze Generationen zu vereinen. Die Jüngsten auf unserem Treffen waren Memi& Svens Zwillinge mit 15 Monaten und die ältesten sind bereits in Rente.    
Für mich steht jedenfalls fest, dass ich das nächste Jahr wieder dabei bin 



Eure Pia    
                

    

Mittwoch, 2. August 2017

Vom Eigenleben eines Leser- Lieblings-Charakters & einer Weltpremiere

Auch als Autorin lernt man niemals aus!
Das hätte auch die Überschrift dieses Posts werden können.
Ja, es ist wirklich so. Viele Dinge die ich so von mir gebe und von denen ich in jenen Momenten felsenfest Überzeugt bin, hätte ich am besten nie gesagt bzw. geschrieben.
Meine Leserinnen wissen bereits jetzt von welchen Büchern und welchem ganz besonderen Charakter ich gerade schreibe: Nikoma.
Was hat mich dieser Charakter für Nerven gekostet!
Noch schlimmer, er tut es immer noch!
Als neben Charakter, einem Formwandler ( nein, er wollte nie "Gestaltenwandler" heißen) erblickte er im ersten Band meines aller ersten Romans "Das Steinernen Tor - die Rückkehr" das Licht der Welt Fenmar und bereits da fingen die Probleme mit dem Mann an.
War ich doch immer davon ausgegangen, der Autor an den Tasten hat das sagen, belehrte er mich schnell eines anderen.
Wie Ferngesteuert hat er meinen ganzen sorgfältig ausgearbeiteten Plot über den Haufen geworfen.
Er den Heldentod im zweiten Roman "Das Steinerne Tor- Hoffnung" sterben? Niemals!
Ich konnte nichts machen, Nikoma mogelte sich durch meine erdachte Welt und in die Herzen meiner weiblichen Leserschaft.
Noch immer verstehe ich nicht was an dem Kerl so besonders toll ist?
Seine Loyalität? Die hat Ian auch. Sein Kampfgeist? Hallo, auch den besitzt Ian. Oder ist es doch dieses Badboy Image und das Erbe seiner Vampir Vorfahren?
Hallooooooo, der Kerl ist doch gar kein Vampir!!!!  
Ich glaube keiner kann meine Situation nachempfinden. Was für ein Schlamassel!
Immerhin bin ich eine "Happyend" liebende Autorin.
Leider geht aber auch in Fenmar eine Dreiecksbeziehung zwischen einer Frau und zwei Männern nicht wirklich gut.
Der dritte und Finale Band "Das Steinerne Tor - Ein neuer Anfang" war so gut wie fertig und ich hatte keine Lösung.
Meine Rettung war eine Schottland-Tour im Rabbie-Bus mit meinen Mädels und die Gruppe Runrig mit dem Song "Loch Lomond". 
Die Geschichte hinter dem tragischen Song, der so gerne voller Inbrunst mitgesungen wird, hat mich zum Showdown meiner Helden inspiriert.
Und, letztendlich Nikoma und meinen, diesen Kerl liebenden, Leserinnen ein neues Buch beschert.
Die Idee zu "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" wurde geboren.
Dieses Buch war ein ganz schön langer Weg.
Weil - Ihr könnt es Euch denken - der elende Kerl wieder nicht gemacht hat was ich wollte!
Lustigerweise hat er sich aber heimlich verbündet mit einem riesigen Projekt, einem Projekt das Ihr im Übrigen LIVE erleben könnt, samt mir und natürlich dem Schattenkrieger Nikoma und Tina und Basil Wolfrhine, Hans Maria Mole , Freddy the Piper und und und ...
WIR sehen uns , hoffe ich. 
14 Oktober 2017 Einlass 19.00 Uhr - Beginn 20.00 Uhr 
Karten zu 10.-€ bekommt Ihr beim Schottenradio

Eure Pia 


                  

Sonntag, 9. April 2017

Besser spät als nie. Meine Leipziger Buchmesse 2017

Kaum zu glauben, aber die Leipziger Buchmesse (23. März’17- 26. März’17) ist bereits wieder mehrere Wochen vorbei.
Heute schaffe ich es nun endlich, einmal ein bisschen von dem Erlebten Revue passieren zu lassen.
Dieses Jahr lag die Messe für mich sehr günstig, da sonst mein jüngster Sohnemann genau zur Messezeit Geburtstag hat. (Bei seiner Geburt via Kaiserschnitt - hätten wir das ja berücksichtigen können - so wir gewusst hätten das ich unter die Autoren gehe 😊).
Eigentlich war alles gut gelaufen, doch dann wurde kurz vor der Messe meine liebe Autoren-Kollegin Iris Heerdegen krank, die Post verbummelte den Ausstellerausweis von Fiona Schwarz (nicht gerade ein toller Start in unserem Team für die Liebe!) und meine Bücher kamen nicht bei mir an.

Einen Tag vor der Messe lagen meine Nerven ziemlich blank.
Zum Glück tauchte wenigstens Fionas Ausstellerausweis auf (der in einer vergessenen Kiste der Post herumdümpelte *grmmmpf*) während ich mich damit ab fand, ohne meine Bücher nach Leipzig zu starten.
Wie gut das Frau nicht nur ein einziges Buch geschrieben hat.

Tag 1: (22. März’17)
Die Fahrt verlief bestens und ich stellte fest, dass es sogar gut war, das die vermisste Bücherkiste nicht dabei war. Es gab nämlich keinen Platz mehr in meinem Corsa.
Auf einer Autobahn-Raststätte traf ich mich mit Iris Heerdegen, um wenigstens ihre Bücher und ihr Werbematerial mit auf der Messe präsentieren zu können.
Mein Auto war danach im Übrigen überfüllt.
Nach einem Stopp zum Check-in im Hotel, wo bereits Fiona Schwarz auf mich wartete und um zumindest etwas Platz im Auto schaffen, ging es direkt zum Ausstellerparkplatz der Messe wo wir beide den Stand einrichteten.
Hier funktionierte erneut mal wieder nichts so, wie gedacht.
Meine Deko-Kerzen passten nicht, da die Regale zu schmal waren.
Aber so etwas hält Mrs. MacGyver/ ICH (Kennt ihr die Serie noch? Ich habe sie definitiv zu oft angesehen!) nicht ab. In den Ecken des Standes mit Moos unterlegt sahen diese doch ganz nett aus. Da gestaltete sich das Befestigen unserer Autoren-Porträts auf Leinwand schwieriger.
Trotz Leiter und angeblich bombenfestem, teuren Klebeband hielten diese überall aber nicht an der Wand!
Der supernette Schweizer Kollege vom Sternensand-Versand, lieh mir ein starkes doppelseitiges Klebeband, das zuerst auch nicht funktionierte.
Bis, Mrs. MacGyver auf Zehenspitzen auf der Trittleiter balancierend unsere Autoren-Porträts am Metallrand, der die Standwände zusammenhielt, befestigte.

Mit den Tartankissen und unseren bunten Büchern sah das richtig gut aus.
Zum Abschluss dieses Tages fanden Fiona und ich dann auch noch, nach einigen Umwegen, die von Autoren Kollegin Lara Greystone angepriesene Gaststätte, wo wir uns mit einem guten Essen für den Tag entschädigten.

Tag 2: Messebeginn 23. März ‚17
Nach einer nicht gerade tollen Nacht in welcher mich der frühe Morgen mit Migräne weckte, die ich zum Glück mit einer Tablette wieder loswurde, nahmen wir meinen Lieblingsautoren Kollege Dieter Stiewi in Empfang. Der arme Kerl war bereits um 3.00 Uhr losgefahren, um es pünktlich zum Hotel und im Anschluss zur Messe zu schaffen.
Die Messe selbst fing gut an. Nette Gespräche, interessierte Leser.
Bei einer Aktion, bei der man mit seinem ersten Buchsatz überzeugen sollte  und das Publikum abstimmte. Eine interessante Sache, auch wenn ich als aller Erste rausflog ... (Längere Sätze sind wohl doch nicht so schlecht!) Die Idee mit der bitteren Schokolade, fand ich Klasse!
Kurz vor ende des ersten Messetages kam Lara Greystone mit ihrem netten Mann an und unser Team am Stand war komplett.
Dieser Abend ging mit einer tollen Krimilesung von Dieter im Krimikeller zu ende, wo wir beide im Anschluss noch lecker gegessen hatten und uns endlich mal wieder über das Schreiben austauschen konnten.

Tag 3: 24.März’17
In dieser Nacht wurde mir klar, weshalb Frau die Migräne heimgesucht hatte.
Es gibt da ganz klar Dinge, für die ich Männer beneide: Im Stehen pinkeln, samt kürzerer WC Schlangen, unrasierte Waden und die Sache mit dieser elenden roten Flut ein Mal im Monat sind nur ein Paar davon...

Der erste Programmpunkt des Tages war Fionas erste Lesung überhaupt, die sie, mit Hilfe von Lara, wirklich gut gemeistert hat.
Ziemlich direkt danach hatten wir Besuch von einem Vampir - Laras Vampir, den Matthias wirklich sehr heiß zu verkörpern wusste. Die Mädels haben uns fast den Stand eingerannt, um ein Foto mit Vampir zu bekommen.



Bereits kurz danach kamen unsere eingeladenen Blogger zum Interview zu uns.


Unter anderem: Martina von der Leserattenhöhle, Brina, die mega coolen Mädels von den Librellis,
sowie die mega sympathische Biggi von Melusines Welt  !
Lara hatte diese wirklich tolle Idee und ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt. Ich hatte auf alle Fälle ganz tolle Gespräche und neue Einblicke in das Bloggerleben, die mir persönlich sehr viel bedeutet haben.  
Bei mir selbst ging es auch rund, da doch einige meiner Leser da waren um mich einmal LIVE zu treffen. Bücher wurden gekauft und natürlich gerne signiert.
Dieters Lesung auf der Messe, stellte mich persönlich dann vor eine logistische Herausforderung.
Ich hatte nämlich versprochen Fotos von der Lesung zu machen und ihm im Anschluss Feedback zu geben.
Was soll ich sagen. Ich war willig, nur wurde ich mehrmals zum Signieren, via Handy, an den Stand zurückgeordert. Sehr viel Fotos wurden es also leider nicht.
Denn Abend wollten Dieter und ich zusammen mit Lara und Mann im Pub verbringen, nur leider war dieser geschlossen. In der Gaststätte vom Vortag war es aber genauso schön und lecker.
Ich habe mir dennoch die halbe Nacht um die Ohren geschlagen - Lampenfieber vor meiner Lesung - in dem ich meine Lesung vorbereitet habe.



Tag 4: 25. März’17
Ich weiß ja nicht, wie es anderen Autoren geht? Ich sterbe jedenfalls vor jeder  Lesung, vor Lampenfieber.
Das diese Lesung dann in einer der entferntesten Hallen, mit Platz für sehr viele Zuhörer und ausgerechnet als aller erste des Tages stattfand, war da auch nicht hilfreich.
Mit Dieters Headset ausgerüstet und Lara, die den Warteschlangen voller Besucher meine Lesung schmackhaft machte, waren dann doch letztlich alle Plätze besetzt.
Dafür fehlten aber meine Schotten, vom Clan McGregor -Mosel /East Germany e.V, wie ich später erfahren habe, steckten diese im Stau.
Meine Nerven lagen Blank. Umso schöner war es, als die vier Laddies dann einliefen und obwohl ich Panik hatte aus meinem Leserythmus zu fallen, musste ich die Jungs einfach begrüßen und etwas Werbung für das Fotoshooting mit dem Mann im Kilt machen.
Ich denke, die Lesung kam gut an, zumindest kamen einige Zuhörer um sich das Buch zu kaufen (The Pub) und sich Flyer von mir signieren zu lassen. Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet und musste zum Fotoshooting an unserem Stand regelrecht einen Sprint hinlegen.
Genauso wenig hatte ich den Ansturm auf ,meine‘ Schotten (zumindest an diesem Tag😉 ) erwartet oder das ich mit Signieren und Buchverkauf doch etwas überfordert war.
Die Lassies rannten uns fast den Stand zusammen!

Die Laddies vom Clan McGregor waren soooooo toll. Mir ging wirklich das Herz auf.
Besuch hatte ich auch von der zauberhaften Gabriele Ketterl  die eigentlich ja mit Vampir- Romanen sehr erfolgreich ist und jetzt auch auf den Schotten gekommen ist. Highlands mit Hindernissen ist der Titel ihres neusten Buchbabys, (es ist HOT, ich habs gelesen!) und die auch gleich kurz zum Foto blieb.  

Ich selbst hätte wirklich noch zig Fotos mit den Laddies machen können. 💖 Im Übrigen hat es ihnen genauso viel Spaß gemacht wie all den Lassies, haben sie in der wirklich viel zu kurzen Zeit erzählt, in der wir mal plaudern konnten. Einmal mehr ärgere ich mich, an der falschen Stelle zu wohnen!

Für mich endete dieser mehr, als GENIALE Tag mit meinen lieben Freunden aus Leipzig beim Griechen.             



Tag 5: Letzter Messetag 26. März’17
Und schon kam der letzte Messetag. Packen. Hotelzimmer räumen. Einladen. Volles Tagesprogramm.
Noch bevor die Messe öffnete, war ich bereits mit wehendem Tartankleid unterwegs zur Halle 5, wo Emily Bold mein großes Vorbild, und eine wahnsinnig tolle, sympathische Autoren Kollegin aus ihrem neuen Roman vorlas.
Ein kurzes »Hallo!« bei Emily gehört für mich einfach dazu, das MUSS sein!
Ihre Lesung war super und das Buch ... ich hab es bereits verschlungen ... seufzzzzz , so schön! 
Dann zurück zum Stand, wo bereits einige Zeit später Eileen Janket und ihr toller Mann zu mir kamen, um die Goodies für unser gemeinsames Meet & Greet in die Tüten zu füllen.
Mit klopfendem sehr aufgeregtem Herzen, folgte ich den beiden zu meinem aller ersten Meet & Greet , zu dem mir Eileen verholfen hatte.

Was war ich froh Eileen Janket an meiner Seite zu haben. Es war toll. Eine komplett neue Erfahrung und ich hoffe das alle die eines meiner Bücher bekommen haben, sich damit gut unterhalten fühlen!
Leider hatten wir wie immer zu wenig Zeit miteinander, liebe Eileen.
Zum letzten Mal zurück an den Stand, wo Lara Greystone ihre Lesung auf der Fantasy-Leseinsel, direkt neben unserem Stand hatte.
Wenn ich nur so ausdrucksstark und selbstsicher wie Lara lesen könnte!
Sie macht das immer so souverän und toll!
Den Stand abzubauen ist eine traurige Sache. Ich denke es liegt vor allem daran, dass man sich erneut ein ganzes Jahr nicht sieht.

Es wird 19.30 Uhr bis ich von Leipzig losfahre. Ein Abstecher bei Iris Heerdegen um ihr die restlichen Bücher zurückzubringen und dann mit letzter Kraft und viel zu viel scheußlichem Energie Drink nach Hause. Punkt Mitternacht komme ich an und bin bis heute noch irgendwie Platt von all den Eindrücken und dem Mammutprogramm der Leipziger Buchmesse.
Heute fällt mir erst auf, dass ich nicht ein einziges Foto von den tollen Cosplayern gemacht habe... Schnief...


Mein persönliches Resümee der dies jährigen Leipziger Buchmesse:
- wunderschön und auch anstrengend.
- erschreckend wenig Ausstellerstände in Halle 2, leere Flächen und breite Laufwege.
- mir fehlt WerkZeugs und einige andere Stände auch ... 








Eure Pia